Was kommt?
NEU! Vorschau Herbst 2013 – pdf-Datei
In Vorbereitung:
Initiative Solidarisch G’sund
Gesundheit für alle!
Eine INTRO-Einführung
Nach drei Jahrzehnten neoliberaler Verwüstungen ist das Gesundheitswesen nun auch von der Schuldenkrise des Kapitalismus bedroht. Die bereits extreme soziale Ungleichheit nimmt noch weiter zu. Dabei zeigt die Forschung, dass der allgemeine Gesundheitszustand einer Gesellschaft vor allem von sozialer Gleichheit abhängt. Das Buch erklärt wissenschaftliche Erkenntnisse dazu und zieht politische Schlussfolgerungen – gegen die Mythen in der Gesundheitsdebatte. Die Dominanz der Pharmakonzerne, die aus Gesundheit eine Ware machen, wird kritisch beleuchtet, ebenso wie die Problematik der interventionistischen Geburtshilfe und die neoliberale Veränderung der Psychiatrie.
Das Buch stellt die Grundlinien des Gesundheitswesens in Deutschland und Österreich dar und beschreibt die Folgen der Privatisierung und Kommerzialisierung. Zugleich geht es darum, wie sich Menschen dagegen wehren: von Streiks in Deutschland bis zu Krankenhausbesetzungen in Griechenland.
»Gesundheit für Alle« plädiert für eine solidarische Ökonomie mit umfassenden Versicherungsleistungen und schlägt Strategien vor, die auf der Erfahrung von sozialen Kämpfen basieren: von der Etablierung der Sozialversicherungen bis zu Beispielen solidarischer Ökonomien und Gesundheitsbewegungen.
Erscheint im Juni 2013
BASARAN, Aylin / KÖHNE, Julia B. / SABO, Klaudija (Hg.)
Zooming in and out
Produktionen des Politischen in neueren deutschsprachigen Dokumentarfilmen
Wann, von wem und warum werden Dokumentarfilme mit dem Qualitätsmerkmal »politisch« betitelt? Wie sehen Visualisierungen des »Politischen« oder, umgekehrt, politisierte Filmbilder aus und wie werden sie generiert?
Der Sammelband widmet sich vielfältigen Herstellungsstrategien des »Politischen« in neueren deutschsprachigen, vor allem österreichischen, Dokumentarfilmen. In ihm werden filmische Sprachen, Narrationen, Symboliken, Ästhetiken und Dramaturgien analysiert, mit deren Hilfe Effekte des »Politischen« erzeugt werden. In welchem Verhältnis steht die Handlungsmacht von Filmemachenden und ProtagonistInnen zu konkreten Visualisierungstechniken und Politikdarstellungen und welche Rolle spielen dabei globale und subjektzentrierte Blickweisen sowie Kritikformen?
Der Band versammelt AkteurInnen aus dem theoretischen und praktischen Feld, DokumentarfilmemacherInnen und interdisziplinäre WissenschaftlerInnen, die miteinander in Dialog treten. Film- und genretheoretische Texte treffen auf filmanalytische Beiträge sowie Manifeste, Essays und Interviews.
Mit Beiträgen von: Anette Baldauf, Thomas Ballhausen, Julia Binter, Ascan Breuer, Dan Christian Ghattas, Eva Hohenberger, Peter Kerekes, Marietta Kesting, Nina Kusturica, Arash T. Riahi, Anja Salomonowitz, Elisabeth Scharang, Christian Schulte, Georg Seeßlen, Markus Wailand, Katharina Weingartner, Volker Wortmann, Peter Zimmermann
Erscheint im Juni 2013
FEICHTINGER, Johannes / HEISS, Johann (Hg.)
Der erinnerte Feind
Die »Türkenbelagerung« wurde in Zentraleuropa im 19. und 20. Jahrhundert so häufig wie kaum ein anderes Ereignis in Erinnerung gerufen. Dennoch konnte sich damals niemand mehr an die Zeit der Auseinandersetzungen erinnern. An so weit zurückliegende Erfahrungen musste und muss erinnert werden: Politiker, Kirche, Medien, Schule und Wissenschaft übernehmen diese Rolle und formen mit ihrer Rekonstruktion die Vergangenheit immer wieder neu. Am lange bewährten »Türkengedächtnis« lässt sich die Zweckgebundenheit der Übersetzung von Vergangenheit in die jeweilige Gegenwart deutlich zeigen. Das über Jahrhunderte gepflegte Feindbild »Türke« kann bei Bedarf bis heute für politische Zwecke mobilisiert werden.
Die Autorinnen und Autoren des Bandes untersuchen aus unterschiedlichen Perspektiven den Einsatz des »Türkengedächtnisses« bei der Erzeugung und Verstärkung aktueller Feindbilder wie auch bei der Schaffung und Erhaltung von kollektiver, im Besonderen nationaler Identität.
Das Buch ist der zweite und abschließende Band mit kritischen Studien zur »Türkenbelagerung«.
Erscheint im Juni 2013
BIRKNER, Martin
Lob des Kommunismus 2.0
Angesichts der gegenwärtigen Krise des Kapitalismus besteht kein Mangel an differenzierten Analysen jener Entwicklungen, die dazu geführt haben. Nach Alternativen zum Krisenkapitalismus gefragt, werden jedoch nur allzu oft Rezepte aus der politischen Garküche des 20. Jahrhunderts präsentiert. Gegen diese meist am Staat orientierten Scheinalternativen präsentiert Martin Birkner eine Strategie, die vielen auf den ersten Blick als mindestens ebenso antiquiert erscheint: Den Kommunismus. In der Tradition des italienischen (Post)-Operaismus wird dabei jedoch ein Kommunismus präsentiert, der sich weder über Parteien noch in positivem Bezug auf den Staat realisieren lässt, sondern nur durch die Selbstorganisation der Multitude als »Bewegung, welche den jetzigen Zustand aufhebt« (Marx) Wirklichkeit werden kann.
Im Zentrum des Essays stehen dabei bereits heute gegebenen Formen post-kapitalistischer Vergesellschaftung. Der Stand der Produktivkraft der menschlichen Arbeit wie auch das Ausmaß
ihrer Vergesellschaftung ermöglicht bereits im Hier und Jetzt eine Gesellschaftsordnung jenseits von Unterdrückung und Ausbeutung. Ein anderer Kommunismus ist also möglich – und obendrein auch realer als so manche vermeintlich realistische Reform innerhalb der Grenzen des Kapitalismus, welche angesichts der fundamentalen Krise der repräsentativen Demokratie meist lediglich lebensverlängernde Maßnahmen für ein ausbeuterisches System darstellen.
Erscheint im Sommer 2013
MÜLLER-URI, Fanny
Antimuslimischer Rassismus
Eine INTRO-Einführung
Als höchst polarisierendes Phänomen entpuppt sich Antimuslimischer Rassismus in der Politik, in den Medien, in gesellschaftlichen Diskursen wie auch in der Forschung. Spätestens seit den 1990er Jahren, und noch einmal verstärkt seit dem 11.September 2001, werden integrations-, migrations- und sicherheitspolitische Themen mit MuslimInnen und »dem Islam« in Verbindung gebracht.
Während in Debatten rund um Kopftuch, Moscheen und Demokratiedefizite alte und neue rassistische Stereotype und Argumentationsfiguren alltäglich geworden sind, scheint die antirassistische Bewegung gelähmt.
Das vorliegende INTRO trägt dazu bei, antimuslimischen Rassismus theoretisch zu verorten und eine emanzipatorische Diskussionsgrundlage für die antirassistische Praxis anzubieten.
Erscheint 2013




